Holzfenster vom Fachmann restaurieren lassen

Als nicht zeitgemäß, galt der Baustoff Holz besonders beim Fenstereinbau lange als veraltet. Dank des umweltfreundlichen Produktionsprozesses und guter Isolierfähigkeit gewann Holz in den letzten Jahren an Zuspruch. Statt einen Austausch vorzunehmen, können beispielsweise Holzfenster restauriert werden. Hierzu bedarf es professioneller Hilfe. Fensterbau-Fachmann.de sagt Ihnen, was Sie dabei beachten sollten.

Holzfenster restaurieren
Ein Holzfenster zu restaurieren sollte mit professioneller Hilfe erfolgen. - © Thomas Max Müller by Pixelio.de

Holzfenster verleihen der Einrichtung wohnlichen Komfort, der aufgrund der lebendigen Struktur hervorgerufen wird. Historische Fenster an alten Gebäuden gilt es im Besonderen zu erhalten. Wer seine Fenster nicht gegen neuwertige Kunststofffenster austauschen möchte, kann sie sanieren oder wieder herstellen lassen. Holzfenster restaurieren zu lassen, kann sogar zur Marktwertsteigerung eines Gebäudes führen. Zudem wird der historische Aspekt des Originals gewahrt. Im Folgenden finden Sie Wissenswertes, sodass Holzfenster wieder im alten Glanz erstrahlen.

Holzfenster zu restaurieren findet meist im Denkmalschutz Anwendung

Die Instandsetzung alter Baustoffe wird meist im Denkmalschutz angewandt. Dabei soll die Bausubstanz erhalten bleiben und eine moderne Nutzungsanforderung berücksichtigt werden. Meist umfasst die Restauration das Reinigen und die Sicherung des Objektes.
Holzfenster zu restaurieren kann aufwändig sein. Wenn die Restaurierung im Rahmen des Denkmalschutzes erfolgt, muss zunächst einmal eine Bestandsaufnahme erstellt werden. Dabei bedient sich der Denkmalschutz historischer Dokumente und Abbildungen, welche eine möglichst originalgetreue Restauration ermöglichen soll. Somit wird darauf verzichtet, neue Holzfenster zu kaufen. Einige wenige Bestandteile werden bei der Instandsetzung ausgetauscht. Nach der Bestandsaufnahme wird das Fenster von Rückständen befreit. Auch beschädigte oder fehlende Beschläge kommen zum Vorschein. Es kann sinnvoll sein, die eingebauten Fenster völlig auseinander zu bauen, um den Rahmen ebenfalls wiederherzustellen. Die metallenen Beschläge werden dann in einer Laugenlösung gereinigt, sofern sie nicht komplett ersetzt werden müssen. Mit dem Entfernen der Farbschicht wird deren Anzahl, Art und Qualität auf dem Holz ermittelt. Hierzu wird eine sogenannte Farbtreppe angelegt. Das Abnehmen der Farbschicht erfolgt mit Hilfe einer Kittlampe. Das Abschleifen wird nicht empfohlen, da so Kratzer auf der Holzoberfläche entstehen können. Danach wird die Holzoberfläche geglättet, womit die Grundlage zur Wiederherstellung gegeben wird.

Holzfenster zu restaurieren kann sich lohnen

Nun wird beim Holzfenster restaurieren der Rahmen holztechnisch aufgearbeitet. Rahmeneckverbindungen von Flügel und Rahmen können durch eindringendes Wasser Schaden genommen haben. Die Zapfen, welche die Konstruktion zusammenhalten, werden ausgewechselt. Der Austausch kann auch teilweise erfolgen, sofern der Bereich um die Zapfen festes Holz umfasst. Mit ein wenig Leim kann dann ein Ersatzzapfen angebracht werden. Die Beschläge, die zuvor mit einem Rostschutzmittel behandelt wurden, werden ebenfalls wieder befestigt. Leinölkitt dient als idealer Verbindungsstoff zwischen der Glasscheibe und dem Rahmen. Mit diesem Hilfsmittel lassen sich Fenster gut abdichten. Damit Holzfenster eine möglichst lange Lebensdauer besitzen, werden sie mit einer Lasur, Lack oder einem deckenden Anstrich behandelt. Holzfenster zu streichen ist sinnvoll, denn sie schützen das Holz vor Witterungseinflüssen und Pilzen. Die Lasur ist ein durchscheinender Überzug, der alle paar Jahre erneuert werden muss. Ein deckender Anstrich, der allerdings nicht so oft wiederholt werden muss, lässt das Fenster hingegen weniger natürlich wirken. Mit der Wiederherstellung von Holzfenstern verbessert sich zudem der Wärme- und Schallschutz. Zur Restauration sollte sich professioneller Rat eingeholt werden, sodass die Qualität ebenfalls gewährleistet bleibt. Hier auf Fensterbau-Fachmann.de finden Sie weitere Informationen zum Thema.