Holzwurmbekämpfung – Die Schlacht im Holzfenster

Er hat großen Appetit und frisst alles – zumindest jede Holzart. Profile, Balken und Möbel brechen zusammen, wenn der Holzwurm erst einmal richtig mit seinem Mahl begonnen hat. Deshalb muss ihm so schnell wie möglich zu Leibe gerückt werden. Doch bei der Holzwurmbekämpfung gilt es einiges zu beachten!

Wie erkennt man den Schädling?

Meist fällt Holzwurmbefall durch ein bis zwei Millimeter große Löcher im hölzernen Fensterrahmen auf, aus denen Bohrmehl rieselt. Hier sind die Larven des Holzkäfers am Werk. Die Schädlinge schätzen feuchtes Totholz in Altbauten, Kellern und Dachböden, gut beheizte Räume dagegen sind dem Holzwurm zu trocken. Aus diesem Grund ist der Befall von Fenstern im Wohnbereich meist ein Zeichen mangelnder Isolierung. Hier könnte auf lange Sicht gesehen ein Fensterwechsel notwendig werden.

Holzwurmbekämpfung ohne chemische Keule

Zunächst aber ist es wichtig, die Larven vollständig aus den Profilen zu entfernen. Da sie Monate brauchen, um zu schlüpfen, kehrt das Problem bei oberflächlichen Maßnahmen spätestens nach einem Jahr wieder.

Wenn man nicht gleich zur Spraydose greifen oder den Kammerjäger alarmieren möchte, kann man die Fensterprofile mit Essig- oder Zitronensaft bearbeiten. Hierbei werden unverdünnte Essenzen auf die betroffene Stelle gepinselt und mit Folie abgedeckt. Durch die starke Verdunstung unter Abschluss wird der Holzwurm abgetötet. Ein altes Hausrezept empfiehlt auch eine Mixtur aus Wermutblättern, Knoblauch, Salz und Essig.

Etwas umfangreichere Maßnahmen erfordert die Vernichtung der Schädlinge durch Wärme. Hier muss das Holz – am besten wendet man sich an einen erfahrenen Fensterbauer – mittels Heißluft auf 55 Grad Celsius erwärmt werden. Bei diesen Temperaturen stirbt das Eiweiß in den Larvenkörpern ab und man ist die Plagegeister los.